CONGER Sternfahrt Friesen
Meeren 2010
Die diesjŠhrige
Sternfahrt fand vom Donnerstag den
3.6 bis Sonntag den 6.6. 2010 statt und ging von dem schšnen Ausgangshafen De
Koevoet in den Niederlanden aus.
ZusŠtzlich lagen noch 2
Conger im beschaulichen Nachbarhafen der Familie Leenstra, weil dort noch
Appartments und HolzhŸtten zur VerfŸgung standen.
Einige Teilnehmer waren
bereits Tage zuvor angereist, um das herrliche Segelrevier zu erkunden.
Insgesamt waren 26 Segler
mit 12 Conger, 2 RotkŠppchen und einer Delanta bei den tŠglichen Touren mit von
der Partie.
Wir kamen als Neulinge
mit unserer, im FrŸhjahr gebraucht erworbenen Conger im Schlepp, am Mittwoch in
Friesland an und suchten unser Quartier, eine komfortable HolzhŸtte, bei der
Familie Leenstra auf.
Dort angekommen
erblickten wir in dem fŸr ca. 10 Boote ausreichenden idyllischen Hafen eine
weitere Conger (Kater). Also war klar das wir hier richtig sind.
Im Conger Spiegel hatten
wir von der Wanderfahrt gelesen und waren sofort begeistert gewesen.
Am Morgen des 3.6. nach
herrlichem Schlaf wurden wir von den ersten Sonnenstrahlen geweckt und haben
dann spontan unseren FrŸhstŸckstisch nach draussen, direkt ans Wasser,
verlagert.
Es war bereits schšn warm
und man konnte mit T-shirt und kurzen Hosen die Sonne, Kaffee und Brštchen
geniessen. Danach war klar, da§ unser Boot jetzt zu den anderen Conger will.
Dazu schnell hinŸber zum De Koevoet Hafen und die Conger fertigmachen zum Slip.
Als wir dort ankamen, liefen uns die bis dahin noch unbekannten anderen Congersegeler
entgegen und begrŸ§ten uns herrzlich. Au§erdem wurde uns jede Hilfe zu teil, um
unser Boot ins Wasser zu lassen.
Um 11.00 Uhr hatten wir
dann das gro§e erste Treffen mit Sekt und allen anderen Teilnehmern.
Danach ging es zu unserem
ersten Segeltšrn bei 3-4 WindstŠrken das Koevorder Meer nach Norden in den
Johann Friso Kanal mit Ziel Heegermeer und Rast in der romantischen Stadt Heeg.
Zuvor bekamen wir noch nŸtzliche Tipps und Tricks von Guido Rehbein, unserem
Wanderfahrtobmann. Zum Beispiel sollten wir uns westlich der
Berufsschiffahrtsline halten um nicht in seichtem GewŠsser festzusitzen. Das
war ein guter Tipp, unterwegs sahen wir einige Polyfalken deren Besatzung im
Wasser stehend ihr Boot wieder aus dem Schlamm freimachen musste. Jedenfalls auf der richtigen Seite segelte es sich
herrvoragend. Unser einziges Problem war das setzen der Segel. Wir waren ja
unter Motor aus dem Hafen ausgelaufen und hatten noch keine Erfahrung wie man
am Besten bei Wind und Welle die Segel klar macht. Kurzerhand motorten wir dann in den Windschatten der
vorgelagerten Insel. Dort gab es eine kleine Crew Ð Besprechung, danach ging
das ganze koordiniert zusammen. Die anderen Conger waren noch nicht weit
entfernt und wir hatten keine MŸhe die Truppe einzuholen.
Leider mu§ten am Ausgang
Koevorder Meer zum Eingang in den genannten Kanal die Segel wieder runter.
AusdrŸklich hatten uns die Mitsegler darauf hingewiesen, da§ man den †bergang
zum Kanal nur unter Motor zurŸcklegen darf. Auch hier haben wir dann sofort
eine schšne †bung im Segel bergen durchgefŸhrt. Unser ca. 40 Jahre alter
Johnson 4 PS sprang eigentlich ganz gut an und wir shipperten zwischen einigen
Frachtern, bis wir in den ruhigen Johann Friso Kanal abzweigen konnten. Dort
gleich wieder Segel setzen, Motor aus und bei gutem Wind in kurzer Zeit ins
Heegermeer. Treffpunkt war der Heeger GŠstehafen. Nach und nach traffen alle
ein. Interessant dann wieder die unterechiedlichen Techniken die Boote
festzumachen. Unsere eigene Leine war total Ÿberdimensioniert und mit etwa 15 m
zu lang. Jedenfalls will ab- und anlegen in fremden Revieren geŸbt sein. FŸr
uns eine weitere Herausforderung die wir wieder meisterten.
Die Besichtigung von Heeg
mit Speiss und Trank dauerte ca. 1, 5 Stunden. Alle trafen sich pŸnktlich zum Ablegen.
Es folgte freies segeln auf dem Heeger Meer un danach zurŸck nach De Koevoet
unserem Ausgangshafen.
Die RŸckfahrt gestaltete sich dann doch
etwas schwieriger. Wir konnten den Kanal gegen den Wing kaum segeln und mussten
nun wieder den Motor einsetzen, was je nach Motor mehr oder wenig gut
vonstatten ging. Im Koevorder Meer ging es dann auf Vorwindkurs unter Segel
schnell in unsere Basis. Der Abend wurde gemeinsam bei Seglerlatein, Bier und
Wein im Freien verbracht. Das Wetter konnte nicht besser sein.
Am Freitag traffen wir
uns bereits um 10.00 Uhr zur interessanten EinfŸhrung vom frŸheren Deutschen
Conger Meister Stefan in den optimalen Conger Segeltrimm, danach folgte die Steuermannsbesprechung.
Die Organisatoren hatten wieder eine
schšne Rundtour ausgearbeitet und es sollte um 11. 00 Uhr losgehen Ÿber das Langweerer
Meer ins Teukermeer. Wir waren bereit zur Abreise, die Startleine unseres
Johnson zweimal gezogen, dann hatte ich die Leine in der Hand und der Motor konnte
weiter schlafen.
Verdammt, das alte Ding
hatte soeben den Geist aufgegeben, aber immernoch besser als auf halber Strecke
zwischen den Meeren. Also sagten wir der Congergemeinde Bescheid, die nun ohne
uns lossegelten.
Die nŠchsten Stunden
brachten wir damit zu WerkstŠtten aufzusuchen, die uns eventuell den Motor
reparieren kšnnten. Die Leute waren alle freundlich, einer bot uns den gleichen
Motor zum ausschlachten fŸr 50 Euro an. Wir entschieden uns gegen den alten
Motor, fuhren nach Sneek und kauften uns einen gebrauchten jŸngeren 4-Takter
Honda.
Am Nachmittag bei
WindstŠrke 3-4 und mit ãneuemÒ Aussenborder segelten wir alleine und gšnnten
uns nach 2 Stunden ein Sonnenbad im Schilf und Windschatten einer Insel.
Gegen 19.00 kehrten wir
zurŸck und trafen die Congergemeinde, die zufrieden vom Teukermeer
zurŸckgekehrt waren.
Um 20.00 Uhr hatten wir
uns schon zum Fondue Ð Essen im Hafen/Camping Restaurant verabredet.
Nach dem schšnen Segeltag
bei bestem Wetter erwartete uns leckeres Fleischfondue mit allem was dazugehšrt
und natŸrlich auch reichlich Grolsch. Irgendwann in der lauen Nacht gings ins
Bett und am anderen Morgen wieder Sonne pur.
Am Samsatg segelten wir
nach der Steuermannsbesprechung gegen 10.30 los zu unserem Etappenziel Sneeker
Meer. Bei sehr mЧigem Wind, aber strahlendem Sonneschein sammelten wir uns
dort alle. Nach einer Mittagspause ging es weiter nach Sneek, wo sich uns alle StadtbrŸcken
šffneten, nachdem jeder 2 Euro in einen Holzschuh steckte, der an einer Leine
vom BrŸckenwŠrter zu uns herabgelassen wurde.
Mitten in Sneek konnten
wir alle an der Kaimauer anlegen und
schšn losziehen zum bummeln. Wir erlebten gleich noch ein Stadtfest mit
viel live Musik an verschieden PlŠtzen.
Die RotkŠppchen Crew
Guido und Sandra sowie die Delanta Crew Stefan und Vorschoterin kŸmmerten sich
in Sneek um die EinkŠufe fŸr unser gemeinsames Grillfest. Da die beiden Boote
in unmittelbare NŠhe vom Supermarkt festmachen konnten, hielt sich die
Schlepperei in Grenzen, aber es benštigte doch viel Zeit WŸrstchen, Steaks,
Salate usw. FŸr 26 Personen einzukaufen. Zum GlŸck konnten die EinkŠufe auf der
RŸckreise in der Delanta gekŸhlt werden. Wir hatten keine Conger mit
KŸhlschrank dabei.
Jedenfalls nach RŸckkehr
in unserer Basis feierten wir ein tolles Grillfest zu dem jeder etwas
beisteuerte. Es wurde ein geselliger, langer Abschlu§abend.
Sonntags blieb dann nichts anderes Ÿbrig
als die Boote aus dem Wasser zu holen und die Heimreise anzutreten.
Wir hatten 4 wunderschšne
Tage, 53 Seemeilen, Erfahrungen und viele nette Menschen erlebt.
Unser Dank gilt besonders
dem Wanderfahrtobmann Guido und seiner Freundin, die alles perfekt im Griff
hatten.
An der Wanderfahrt 2011
nehmen wir wieder teil und freuen uns schon jetzt darauf.
Eirene & Peter Seitz
SC Eich
P.S. Den alten Johnson
Aussenborder haben wir jetzt wieder repariert. UnverwŸstlich!