Eigentlich
hatte sich der Schreiber dieses Berichtes nach einer lŠngeren Regatta-Pause auf
ein Warming-up fŸr den Herbst bei leichten Winden gefreut, denn zur Regatta
ãGlasenuhrÒ macht dieser
bekanntlich meist eine Pause. Weit gefehlt, zur Steuermannsbesprechung konnte
Wettfahrleiter Ralf EidemŸller zur allgemeinen Freude den Crews der 15 Starterboote
verkŸnden, dass ein guter ãDreier WindÒ aus WSW zu erwarten ist, was auf dem
Eicher See hervorragend fŸr einen Up-and-Down-Kurs ist. So entschieden sich
auch die Crews fŸr diese Variante, den EidemŸller lie§ abstimmen, da er sich
als ãDienstleisterÒ dieser Veranstaltung sah.
Nachdem
etwas verspŠtet das letzte Boot an der Startlinie ankam, konnte 14:15 der erste
von den drei geplanten LŠufen
gestartet werden. Vier Rundungen an der Luv-Tonne und ein ãTorÒ als
Lee-Markierung. Wie gesagt, drei Beaufort Wind, der in der Bše auch schon mal auf
vier sprang. Und natŸrlich, wie kann es anders sein, immer schšn drehend, damit
die Wende an der Kreuz meist zum Roulett-Spiel wurde. Es machte viel Spa§, mal
wieder so richtig mit vollem Gewicht auf der Kante sitzen zu kšnnen. GER 125
mit Axel Fischer und Katja BrŸning als Schotte (ãich hab zum ersten Mal bei so
viel Wind gesegeltÒ) setzte sich an die Spitze und konnte den ersten Lauf fŸr sich mit Position eins verbuchen.
Auch bei
den weiteren LŠufen (der Wind blies dann mit Bft 4 aus W) blieb das Boot im
Spitzenfeld, aber Hansi Maibohm mit Schotte Max MŸller (GER 99) gelang in den
LŠufen zwei und drei zwei Mal der erste Platz. HŠtte er nicht den ersten Lauf
vergeigt, wŠre das ãSpitzeÒ gewesen. Doch das Ergebnis von GER 125 mit 1,2,2
ist eben besser wie bei GER 99 mit 5,1,1. Soweit das Zwischenergebnis der Regatta
am Samstag, die um 18:00 zu Ende ging.
Nichts wie
hin zum Freibier, denn die Kehlen waren ausgetrocknet. Dank an die Spender Heribert
Hansen und Tilo Guldin fŸr dieses Labsal, denn nach vier Stunden harter Arbeit
hat man einen Schluck verdient. Verdient deshalb auch, da es ein Demuts- und
Geduldsbier war, denn es schŠumte derart aus dem Hahn, dass die Zunge beim
Zusehen immer trockener wurde, bis endlich ein gutes VerhŠltnis zwischen Schaum
und Bier zustande kam.
Schon kam
auch das Abendessen in Form eines XXL-Cordon BleuÕs mit Pommes Frites, zuvor
ein gemischter Beilagensalat. Kompliment an die KŸchenmannschaft vom SCE! Tilo
Guldin toppte die GetrŠnkeauswahl und sponserte einen hervorragenden Rotwein,
allerdings nur unter der Bedingung, dass alle FŠsser vorher geleert werden
mŸssen. SpŠter meinte er dann, dass das Essen wohl etwas fett war. Nach dem
bekannten Spruch ãEin Skipper findet immer einen Grund zu trinkenÒ servierte er
auf Holzbrettchen einen ãLinien-AquavitÒ und das noch in geeisten GlŠsern. Vielen
Dank an dieser Stelle fŸr sein Engagement und Sponsoring.
Bis kurz
nach Mitternacht wurde weiterdiskutiert, gefachsimpelt, gescherzt und gelacht.
Das Wetter hatte sich an diesem Wochenende von seiner besten Seite gezeigt,
denn nach kŸhler Nacht strahlte auch am nŠchsten Morgen wieder die Sonne. Wo
aber blieb der Wind? Beim FrŸhstŸck blickten die Augen immer wieder vergeblich
auf die Windme§anzeige. Mal ein Hauch aus SŸd, Ost oder West. Ungeduldige trieb
es an die Spitze der Halbinsel um ernŸchternd berichten zu mŸssen, dass nur
Windstriche auf dem Wasser zu sehen sind. Wettfahrleiter EidemŸller wollte bis
12:00 Uhr warten, da um diese Zeit laut Internet-Wetterbericht ein dreier Wind
aus W anspringen sollte. 12:30 sah es immer noch nicht besser aus und als guter
ãDienstleiterÒ bat EidemŸller wieder zur Abstimmung, ob abgeschossen werden
sollte, oder noch ein Lauf stattfinden kann. FŸr die weit Gereisten war es
besser einzupacken und so kam das knappe Votum auf ãEndeÒ der Regatta.
FŸr manche
schade, hŠtte man sich doch noch um einen Platz verbessern kšnnen. Deshalb
waren die am ersten Tag gesegelten Ergebnisse auch der Endstand der Regatta:
1.GER 125
Fischer/BrŸning
2. GER 99
Maibohm/MŸller
3. GER 4066
Halle/Halle
4. GER 83
Fuchs/Fuchs
5. GER 54
Grzemba/Grzemba
6. GER 4080
Debatin/Koch
7. GER 3822
HŸbner/Reinhart
8. GER 3434
Merkel/Merkel
9. GER 3766
Reiff/Reiff
10. GER
3891 Kremeyer/van Carster
11. GER
4028 Behler/Roth
12. GER
3800 Wolf/Wolf
13. GER 804
Guldin/Karhausen
14. GER
3654 Keil/Keil
15. GER
2856 Gasenzer/Gasenzer
Ein herzliches
Dankeschšn an die Organisatoren fŸr ihre perfekte Vorbereitung und DurchfŸhrung
der diesjŠhrigen ãEicher GlasenuhrÒ. Ebenfalls an die vielen Helfer und Sponsoren aus dem Segelclub
Eich, ohne die ein solch schšne Veranstaltung nicht mšglich gewesen wŠre.
Eins mšge
man dem Schreiber des ãauferlegten BerichtsÒ zugutehalten, wenn er hiermit
feststellt, dass der Club bei seiner Preisvergabe immer eine ãnetteÒ
†berraschung parat hat: Denn die Crew in der Mitte (8. Platz GER 3434 Merkel/Merkel)
war dazu bestimmt, ãzeitnahÒ wie Andi meinte, den Bericht zu verfassen. Damit
man das nicht vergisst, erhielt man einen Notizblock mit Kugelschreiber und ein
schšnes Modellschiffchen mit nach Hause.
Euer
GŸnther R.
Merkel