An- und Absegeln in Eich Ð die etwas andere Art, eine
Regatta zu segeln.
In der vergangenen Saison wurde das An- und Absegeln
von unserem Sportwart Thomas Wendel neu organisiert. Folgende †berlegungen
standen im Vordergrund:
. Das
Segeln soll Spa§ machen. GewŸnscht ist eine Regatta ohne Regattastress.
. Viele
Mitglieder sollen segeln, denn wir sind ein Segelclub.
. Organisation
ohne Regattaleiter und Helferteam. Das ãTeamÒ soll mitsegeln!
. Einfache
Kurse, eventuell unter Einbeziehung im See liegender Bojen.
. Selbst
bestimmtes Segeln mit hohem Anteil an Eigenverantwortung und Freiheiten.
Die in diesem Jahr gewŠhlte Form mit freier Startzeit
und eigenverantwortlichem ermitteln der gesegelten Zeit erfŸllt viele der oben
aufgefŸhrten Forderungen. Beim Seglerhock am Abend wurden noch einige
VerbesserungsvorschlŠge gemacht, die im nŠchsten Jahr umgesetzt werden kšnnen:
. Startfenster
festlegen, z. B. 15 Minuten. Mehr Boote sind gleichzeitig auf dem Wasser.
. Mehrere
kurze LŠufe segeln. Bei drohender Flaute wird das Segeln nicht so zŠh...
. Nur
die Zahl der in die Wertung einzubringenden LŠufe festlegen. Die Crews kšnnen
entscheiden, ob sie die erforderliche Anzahl an einem oder zwei Tagen segeln
wollen.
. †berarbeitete,
genauere Segelanweisung. Der Regattasegler macht sonst alles unnštig
kompliziert .
Nun zum Absegeln 2009:
Am Samstag entwickelte sich das Wetter sehr positiv.
Nachdem es am Morgen wie aus Eimern kŸbelte, hšrte der Regen um die Mittagszeit
auf und die Sonne kam durch. Kurze Zeit spŠter stellte sich auch der
angekŸndigte Westwind ein und wir starteten bei Kaiserwetter unseren ersten
Lauf. Unklarheiten Ÿber die zu verwendenden Bahnmarken und die Richtung, in
welcher der Start zu erfolgen hatte, wurden kameradschaftlich auf dem Wasser
beseitigt. Der gewŠhlte Kurs in den Westteil des Sees unterstrich den
anspruchsvollen Charakter dieses Laufs, da der Wind in diesem Teil des Sees
immer bšig und drehend ist. Besonders die Engstelle vor dem Clubhaus musste
geschickt gemeistert werden, da man hier schnell in einem Flautenloch
festliegen konnte. Die Yachten mussten in diesem Bereich zusŠtzlich die
Wassertiefe in UfernŠhe im Auge behalten, da der niedrige Wasserstand des Sees
zu †berraschungen fŸhren konnte. Wir forderten unserem Conger ãBraune BleienteÒ
ex ãSaschaÒ alles ab, konnten aber die kurz vor uns gestartete VB Jolle ãBlaue
BleienteÒ ex Weekend nicht Ÿberholen. Trotz des nachlassenden Windes schafften
wir es aber vor Einbruch der Dunkelheit, die drei Runden zu beenden.
Abends im Clubhaus war Verkleidung angesagt. Neptun
und seine Nixen wurden gefordert, aber nicht immer geleistet. Hier sollte in
Zukunft auf die Einhaltung der Kleiderordnung geachtet werden. Falsches KostŸm:
Gesegelte Zeit + 2 Minuten, kein KostŸm: + 5 Minuten. FŸr ein besonders
gelungenes KostŸm, z.B. Brigitte ãdie QualleÒ Baumgart, kšnnten ZeitvergŸtungen
gegeben werden. Ob mit oder ohne Verkleidung, die Stimmung im Clubhaus war gut,
und Hansi und Artur sorgten mit einem Ratespiel fŸr schnell denkende Botaniker
noch fŸr den intellektuellen Hšhepunkt des Abends. Nur Musik mšgen die Neptuns wohl nicht. Das sollten wir
mal ŸberprŸfen.
Der Sonntag Morgen war ideal, um im warmen Kuschelbett
zu bleiben: Windarm, feucht, kalt. Trotzdem hat uns das Regattafieber aus dem
Bett getrieben. Oder der Druck auf der Blase. Nach RŸcksprache mit den Seglern
wurde kurzerhand die Bahnmarke ãFontŠneÒ aus dem Kursverlauf gestrichen und nur
noch zwischen dem Tor Start / Ziel und der Tonne vor der Gernsheimer Spitze
gesegelt. Der Wind entwickelte sich gut, und so konnten die drei Runden flott
abgesegelt werden.
Die Siegerehrung hat mich dann doch Ÿberrascht:
Immerhin waren 27 Segler in 12 Booten auf
dem Wasser. Eigentlich 29 Segler in 13 Booten, aber Frank mit seinem
Kieler hat es nicht geschnallt und sich nicht gezeitet. Ex ãSaschaÒ hat den
Platz der Mitte und ich muss schreiben. Wenn ich noch einmal mit dem Apparat
segele, lasse ich noch weitere 100 l Wasser in den Zwischenboden laufen. Die
die Mannschaft KŸken Ð Henne ist auf Platz 4 gelandet. Und Artur Ð hat nicht
gewonnen. Max MŸller hat diesmal das Rennen fŸr sich entscheiden kšnnen. Oder
derjenige, der beschlossen hat, Max segelt mit einem Radial-Rigg...
Ralf EidemŸller vom Conger Sascha